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Wie der hungrige Schneider zum Held (der Abfallwirtschaft) wurde

 

etwa 1.000 Kinder aus acht Grundschulen des Landkreises Potsdam-Mittelmark haben in der ersten Maiwoche des Jahres 2011 das neue Umwelttheaterstück des Märchentheaters Aschaffenburg 
"...und schon bin ich aus´m Schneider!" gesehen.

 

Gesucht wird, eine Welt vollkommen ohne Abfälle

Es gibt wohl kaum eine spannendere Art,
Kinder und Schüler/-innen zwischen vier und elf Jahren, im Wortsinne spielerisch auf die Herausforderungen unserer Konsumgesellschaft aufmerksam zu machen.

Eine hat ihren Wunsch klar formuliert. Es ist die Prinzessin im Stück, sie möchte eine Welt, vollkommen ohne Abfälle haben.

Und das bei den Folgen des täglichen Konsums: Berge von Verpackungsabfällen und eine für jede/-en, ob Groß oder Klein, täglich zu meisternde Herausforderung. "Wie schaffe ich die richtige Getrenntsammlung der von morgens bis zum Abend in Haushalt, Kita, Schule, Büro und Betrieb anfallenden Abfälle aus unterschiedlichen Stoffen."

 

Das gesellschaftliche Ziel heißt: Kreislaufwirtschaft.

Und das nicht nur für die Bananenschale,
die im Gartenkomposter zu guter Komposterde umgewandelt wird.

Sollen auch andere Stoffe zu Sekundärrohstoffen werden, müssen schon die Kinder verstanden haben, dass das nur mittels Getrenntsammlung und moderner Ausbereitungstechnologien zu schaffen ist.

 

Unser Schneider im Stück hat das gelernt.

Bei den Schülern/-innen jedoch wird noch die eine oder andere Anregung und Übung notwendig sein, bis alle verstanden haben, wie einfach es doch ist, die im Landreis Potsdam-Mittelmark angebotenen Getrenntsammelsysteme richtig zu nutzen.

 

Lest hier das Heldenepos ...

1

Ja, ja das tapfere Schneiderlein,

glaubt ein richtiger Held zu sein.

Ob Dose, Flasche, Zeitung und Radio,

Bananenschale, Joghurtbecher und der Schuh

er wirft seinen ganzen Müll, und zack,

in nur einen blauen Sack.

2

Der Dreck ist weg in seinem Heim,

das blitz jetzt sauber und auch fein.

Das vermag nur ein richtiger Held,

es nun wissen muss die ganze Welt.

Er zieht los mit seinem Müll,

zum König hin, der Held jetzt will.

3

Den Riesen trifft er auf seinem Weg,

durch List der Schneider ihm entgeht.

Der Riese ist nun riesenschlau

und sammelt mit seiner Riesenfrau

den Müll des Landes schell zusamm',

denn wertvoll ist der ganze Kram.

4

Am Königshof endlich angekommen,

wird der Schneider vom König argwöhnisch
in den Dienst genommen.

Die Prinzessin wünscht sich eine Welt ohne Müll.

Ob der Schneider ihr diesen Wunsch erfüllen will?

Schwere Heldenaufgaben muss er erst bestreiten

um dann Land und Prinzessin zu erhalten.

5

Ein böses Einhorn das mit seinem Feueratem
das Land verbrennt,

es muss verjagt werden, ganz geschwind.

Mit den Müllschätzen aus seinem Sack,

der Schneider aber das Einhorn froh und glücklich macht.

Kunststoffe, Holz und verschmutztes Papier,

verbrennt das Einhorn nun sauber

und gibt den Menschen Energie und Wärme dafür.

6

Zu guter letzt muss der Schneider das
stinkende Wildschwein bezwingen,

doch kann das Wildschwein dem Schneiderlein
noch viel beibringen.

Das Wildschwein schimpft den Schneider
"Lass dein Müll nicht im Wald herumliegen!

Bei mir lernst Du jetzt richtig sortieren!"

Schadstoffe zu Rot, Kunststoffe zu Gelb,
Altpapier zu Blau, Glas zu Grün, Biomüll zu
Braun und Restmüll zu Grau.

7

Es zeigt dem Schneider auch wie es geht,

und aus Biomüll gute Komposterde entsteht.

Des Schneiders Müllsack ist nun leer,

und er hat gelernt, Müll vermeiden,
sortieren und verwerten ist gar nicht schwer.

Aus Alt wird Neu, das weiß der Schneider jetzt

und ist froh darüber, dass er
in Sachen Müll aus dem Schneider ist.

8

Die Prinzessin strahlt vor Glück,

dass ihr Wunsch nach
einer Welt ohne Müll sich nun erfüllt.

Den Schneider hat sie lieb gewonnen

und deshalb auch zum Mann genommen.

 

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